Baby beobachten und Signale erkennen

Wenn Sie Ihr Baby beobachten, werden Sie feststellen können, dass es Ihnen eine Vielzahl von Signalen gibt. Doch wie sind diese zu verstehen? Einige wie z.B. ein kräftiger Hungerschrei sind ziemlich leicht zu deuten und das Baby ist daraufhin leicht zu beruhigen, wenn es gestillt wird oder das Fläschchen bekommt. Doch welche Signale gibt es noch – und für was stehen diese?

Fangen wir zunächst mit den unterschiedlichen Ausdrucksformen an, mit denen sich ein Baby Ihnen mitteilen kann. Diese sind neben der Stimme mit seinen vielfältigen Variationen auch die Mimik, die Dauer und Intensität des Blickkontaktes, die Gestik, also insbesondere die Bewegung der Arme und Beine.

Wenn es Ihnen als Eltern gelingt die Signale Ihres Babys richtig zu deuten, bleibt Ihnen einige Zeit und Mühe erspart. Sie werden merken, wann Ihr Baby lieber Ruhe, Nähe, Unterhaltung oder Nahrung braucht. Weiterhin werden Sie feststellen, wie ein Baby seinen Bedürfnissen und Gefühlen Bedeutung verleiht. Meist beginnt es mit kaum merklichen Zeichen, die sich, sollte keine Reaktion erfolgen, bis hin zum lauten Schreien steigern können.

Mögliche Signale, bei denen Ihr Baby aufnahmefähig ist, spielen möchte und offen für neue Reize ist

  • Ihr Baby wendet den Kopf zu Ihnen
  • Ihr Baby sucht Blickkontakt und folgt Ihren Bewegungen
  • Wache Augen
  • Lächeln
  • Aktives Bewegen oder freudiges Strampeln der Arme und Beine
  • Aufmerksames Lauschen von Geräuschen
  • Baby gibt Laute von sich, wie Gebrabbel, Quietschen, Gurgeln, freudiges Kreischen
  • Offene Händchen
  • Entspannte Körperhaltung
  • Ruhige Atmung
  • Das Baby nimmt Spielzeug an, wenn man es ihm darbietet
  • Ihr Baby schaut interessiert Gegenstände an und greift nach ihnen
  • Festhalten Ihrer Hand oder Ihrer Finger

Ein guter Zeitpunkt, um mit Ihrem Baby Kontakt aufzunehmen ist häufig nach dem Stillen (wenn Ihr Baby dann nicht gerade müde ist). Als guter Platz eignet sich die Wickelkommode, da es viele Babys mögen, nackt zu strampeln. Weiterhin eignet sich eine flauschige Krabbeldecke, wo Sie Ihrem Baby immer mal wieder neue Spielzeuge anbieten oder es auch in Bauchlage drehen können. Ab dem dritten bis vierten Lebensmonat sind Babys zunehmend an ihrer Außenwelt interessiert und möchten nicht nur wach in einer Liege oder einem Laufstall liegen, wo sie immer nur die weiße Wand oder ein Mobile über ihnen anstarren. Deshalb nutzen Sie ab da immer auch mal wieder eine Babywippe. Stellen Sie diese zum Beispiel auf den Tisch, wenn Sie essen oder in die Küche, wenn Sie aufräumen oder kochen. Achten Sie jedoch darauf, dass die Wippe sicher steht und keine Unfallgefährdung durch zum Beispiel heiße Flüssigkeiten oder herabfallende Gegenstände droht. Ihr Baby kann von dieser Position aus bequem Ihre Bewegungen und Handlungen verfolgen. Außerdem bietet sich die für das Baby leicht erhöhte Position an, um besser mit Ihnen in Kontakt treten zu können. Achten Sie jedoch darauf, dass Ihr Baby anfangs nie länger als dreißig Minuten in der Wippe liegen sollte - zur Schonung der in der Entwicklung befindlichen Wirbelsäule. In den ersten Wochen ist es wichtig, Ihrem Baby nicht zu viele neue Reize anzubieten, sondern ihm zunächst Sicherheit und Geborgenheit zu vermitteln, damit es sich an diese neue Umgebung gewöhnt. Dies kann durch bekannte Spielsachen, dem vertrauten Schlafplatz und den gleichen Bezugspersonen passieren. Je älter Ihr Kind wird, umso schneller langweilt es sich auch mal und möchte zunehmend Abwechslung. Deshalb suchen Sie im Haus auch einmal neue Plätze auf, bieten verschiedene Blickwinkel für das Baby und neue Spielsachen an.

Mögliche Signale wenn Ihr Baby Ruhe braucht

  • Baby wendet den Kopf ab, dreht sich weg
  • Lösen des Blickkontakts
  • Hektisches Strampeln
  • Anfangs Quengeln, im Verlauf Weinen bis Schreien
  • beginnende Rotfärbung des Gesichts bzw. rote Hautflecken vor dem Schreien
  • Unruhe im Körper
  • Winden des Körpers und Hohlkreuzhaltung
  • Augen reiben
  • Augenbrauen zusammenziehen
  • Abwehrende Handbewegungen
  • Gähnen
  • Kleine Augen

Babys Signale für Hunger

  • Gieriges Schmatzen
  • Hände oder Finger in den Mund stecken
  • Starkes Saugen am Schnuller
  • Schnuller wieder ausspucken
  • Kopf hin- und herneigen als Suchreflex bei Neugeborenen
  • Öffnen des Mundes
  • Herausstrecken der Zunge
  • Intensives Schreien